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TidBITS#551/16-Oct-00

Verwirrt über den verringerten Abstand zwischen den neuen iBook-Modellen und der alternden PowerBook G3-Linie? Folgen Sie den Ausführungen des freien Autors Mark Anbinder, wenn er die Unterschiede für eine Kaufentscheidung erforscht. Kirk McElhearn erklärt, wie Sprachübersetzer arbeiten, wann maschinelle Übersetzungsdienste ideal sind und warum diese Dienste bisher keine Menschen ersetzen können. In den Nachrichten veröffentlicht Apple einen Preview von QuickTime 5 und bietet PowerBook- und G4 Cube-Rabatte.

Themen:
MailBITS/16-Oct-00
iBook oder PowerBook?
Der Turm zu Babel: Online-Übersetzung für die Massen
 

MailBITS/16-Oct-00
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[Übersetzt von Gernot Hecht [GH]]

**Apple bietet Rabatte auf PowerBooks und G4 Cubes** -- Weniger als zwei Wochen nach der Warnung darüber, dass die Gewinne im vierten Quartal geringer ausfallen werden als erwartet, und einem dramatisch Kursverlust seiner Aktie, hat Apple Computer ein Rabattprogramm aufgelegt für neue PowerBooks und G4 Cubes, die bei Händlern oder online bei den Apple Stores gekauft werden. Vom 13. Oktober 2000 bis zum 31. Dezember 2000 erhalten Käufer von neuen PowerBooks (aber nicht iBooks) 200$ Rabatt und Käufer von G4 Cubes einen 300$ Rabatt, aber nur, wenn Sie einen passendes 15"" oder 17"" Studiodisplay oder das High-end 22"" Apple Cinema Display kaufen. Die Rabatte dienen dazu, Apples Verkaufszahlen in der wichtigen Verkaufssaison zum Jahresende zu verbessern, um das Vertrauen der Investoren und Analysten wieder zu gewinnen oder zumindest konstant zu halten. Die Rabatte gelten nicht rückwirkend für Einkäufe vor dem 13. Oktober 2000 und nicht für Apples Vertriebswege für das Bildungswesen. [GD]

< http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06138 >
< http://www.apple.com/promo/ >
< http://www.apple.com/displays/ >

**QuickTime 5 Vorabversion verfügbar** -- Apple hat eine öffentliche Vorabversion von QuickTime 5 für das Mac OS auf der QuickTime Live Konferenz in Los Angeles veröffentlicht - allerdings ist die Vorabversion nur für Leute, die einen Upgrade auf QuickTime Pro durchgeführt haben. QuickTime 5 bietet ein Abspielprogramm mit einer neuen Oberfläche; obwohl sie ihn nicht viel besser als den unbeliebten QuickTime Player macht, der mit QuickTime 4 erschien, bietet der QuickTime 5 Player Entwicklern Unterstützung für alternative Oberflächen. Daher ist der Wunsch nach einer brauchbare Oberfläche vielleicht noch nicht verloren. Der QuickTime 5 Player hat neue Audio-Bedienelemente und einen Organizer für QuickTime TV Kanäle und ""Hot Picks"", die spezielle online QuickTime-Angebote hervorheben sollen. QuickTime 5 unterstützt jetzt Flash 4 und Shoutcast zusammen mit der neu von Apple entwickelten Oberflächenschutztechnik, die (wenn sie mit Apples Streaming Media Servern eingesetzt wird) Aussetzer und Stottereffekte in Zusammenhang mit Streaming Daten vermindern oder verhindern soll - wir glauben es erst, wenn wir es sehen. QuickTime 5 enthält einen verbesserten eingebauten Synthesizer, der DLS und SoundFonts unterstützt, bietet den Sorensen Video 3-Codec und virtuelle Räume mit 360 Grad über Cubic VR. QuickTime 5 bringt auch verbesserte Editierfunktionen für Video und Wiedergabeunterstützung für Programme wie iMovie und Final Cut Pro und schließt eine neue Download Funktion für Komponenten ein, so dass Entwickler von QuickTime alle Komponenten herunterladen lassen können, die benötigt werden, um ihre kundenspezifischen Dateien wiederzugeben. Die öffentliche QuickTime 5 Vorabversion ist ein 10 MB Download und benötigt ein PowerPC-basiertes System mit mindestens System 7.5.5 und 32 MB RAM. Die Vorabversion ist momentan nur für amerikanische Systemsoftware verfügbar und benötigt eine gültige QuickTime Pro Registrierung. Apple erklärt, dass eine Vorabversion für Windows bis zum Jahresende verfügbar sein soll; momentan wird erwartet, dass QuickTime 5 Anfang 2001 ausgeliefert wird. Wie immer sollten Sie rechtzeitig und oft einen Backup durchführen, da Vorabversionen möglicherweise ein ernsthaftes Risiko darstellen.

< http://www.apple.com/quicktime/preview/>
< http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbpoll=14>
< http://www.shoutcast.com/>

Apple hat auch eine öffentliche Vorabversion des QuickTime Streaming Servers 3 angekündigt, der auf der öffentlichen Betaversion von Mac OS X läuft; der Open Source Darwin Streaming Server 3 läuft auf Linux, Solaris, FreeBSD und Windows NT/2000. [GD]

< http://www.apple.com/quicktime/preview/qtss.html>
 

**Umfrageergebnis: Rennen um Office?** -- Wenn die Antworten auf die letztwöchige Umfrage, ob Leute auf Microsoft Office 2001 upgraden wollen (und wenn ja, warum), ernstzunehmen ist, können sich die Leute bei Microsoft ihre Marketingarbeit schenken. Volle 51 Prozent der Antwortenden gaben an, dass Sie keinen Upgrade planen. Bei den Leuten, die einen Upgrade planen, waren die Gründe relativ vielschichtig, mit dem einfachen ""Ich will die jüngste Version"" als beliebtester. Office 2001 neue Funktionen zogen andere Leute an, gefolgt vom Wunsch nach einer besseren Schnittstelle, besserem Bearbeiten von Dokumenten in Arbeitsgruppen und Fehlerkorrekturen. Interessanterweisewaren Firmenangaben am unwichtigsten , und eine ähnliche Anzahl von Leuten wählte sonstige Gründe. [ACE]

< http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbpoll=60>
< http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06133>

**Quizvorschau: Ich nix, wir nix, Unix** -- Es wird viel über die Unix-Basis von Mac OS X gesprochen. Aber ist Unix wirklich so eine neue Sache für Apple? Das dieswöchige Quiz testet Ihr Wissen über Apples Verbindung mit Unix - wie viel von Unix abgeleitete Betriebssysteme hat Apple über die Jahre veröffentlicht? Testen Sie Ihre Kenntnisse heute auf unserer Home Page! [Bedingt durch Verzogerungen für die Übersetzung wird dieser Rechner ganz andere Fragen stellen als hier angekündigt - WS] [ACE]

< http://www.tidbits.com/>
 
 

iBook oder PowerBook?
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von Mark H. Anbinder

[Übersetzung: W.Sonnenberg [WS]]

Mit der Vorstellung neuer iBook Modelle im September näherten sich die Fähigkeiten dieser Modelle den teureren G3 Powerbooks, so daß die Frage, wodurch ich mein alt werdendes Powerbook 1400 ersetzen soll, eine schwierige Entscheidung birgt. Das 1400 hat solange seinen Dienst versehen, wie Newer Technologies ihr Nupower G3 Beschleunigungsboard anbot (Bei Newer ist diese Karte nicht mehr erhältlich, Sonnet Technologies bietet aber noch eine ähnliche Erweiterung).

< http://www.newertech.com/>
< http://www.sonnettech.com/product/crescendo_g3_pb1400.html>

Leider will das 1400 auch mit dem im April neu gekauften Akku nicht mehr lange genug arbeiten und hat auch Schwierigkeiten beim Aufwachen, (Ich stelle fest, daß dieses Problem bei alternden 1400ern weit verbreitet ist und von der Newer Beschleunigungskarte verschlimmert, aber nicht verursacht wird). Ich habe schon längere Zeit auf jeweils die nächste Generation von powerbooks gewartet, aber jetzt habe ich den Punkt erreicht, daß die Nachteile eines an den Tisch gebundenen Laptops meine Hoffnungen aufwiegen, daß Apple in Kürze ein G4- oder ein dünneres, leichteres Powerbook auf den Markt bringen wird. Ich weiß, daß ein Laptop auf Basis des G4 nicht mehr lange auf sich warten lassen wird, aber ich glaube, es ist besser, das nötige zu kaufen, wenn es notwendig wird, als dauernd das Spiel mit dem Warten-auf-das-nächste-Modell mitzumachen.

Niemand braucht zu fürchten, daß mein in die Jahre gekommenes 1400 einfach auf den Schrott wandert. Ron Risleys Vorschlag, aus dem alten Powerbook einen Internetserver zu machen, wird mein 1400 umsetzen, um für eine kleine Firma Internet- und Mailserver-Aufgaben auszuführen, die heute auf einem fünf Jahre alten Performa 6115 laufen (Vergleiche ""Ein PowerBook 5300 als Internet-Server"" in TidBITS-536#Anker3)

< http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05995>

**Gedanken über iBooks** -- Da ich glaubte, daß Änderungen in Apples Produktpalette für portable Rechner überfällig waren, Apple aber in der Vergangenheit gewisse Vorlieben für große öffentlich zugängliche Ereignisse gezeigt hat, um neue Rechner vorzustellen, war ich gespannt, was auf den Seybold Seminaren und der Apple Expo in Paris passieren würde. Auf der Apple Expo gab es Gerüchte über substantiell bearbeitete iBooks und Vergrößerungen der Festplatten bei den Powerbookmodellen.

< http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06122>

Einige der Fabrikationsparameter hatten die iBooks für meine persönlichen Anforderungen ungeeignet gemacht. (Trotzdem hatte ich es gern anderen empfohlen, soweit es ihren Anforderungen entsprach). Eines der großen Hemnisse bestand im Fehlen von DVD-ROM-Laufwerken, die man nicht nur gebrauchen kann, um Filme anzusehen, sondern auch für die größer werdenden Angebote von Software auf DVDs einsetzen kann, wie etwa Kunsteditionen wie die Art Explosion von Nova Development oder Multimedia-Anwendungen in der Art der auf Windows basierenden Sammelausgabe alter National Geographic-Ausgaben. Ist ihnen für ihre Clip-Art eine Ausgabe auf 48 CD-ROMs lieber als auf 5 DVD-ROMs?.

< http://www.novadevelopment.com/products/art750/>
< http://www.nationalgeographic.org/cdrom/complete/>

Ein iBook ist dicker und schwerer als eines der neuen G3 Powerbooks und als Nutzer sowohl eines Powerbook 100 als auch eines Duo 230 habe ich mich an dünn und leicht gewöhnt. Größe und Gewicht des iBook sind nicht hinderlich, aber es sind offensichtliche Nachteile, die es abzuwägen gilt. Ein anderer Nachteil liegt im Aussehen. Man mag mich schwerfällig nennen, aber obwohl ich mich über Apples Erfolg mit den Fruchtfarben freue (und ihrer Fortschreibung mit subtileren Tönen), kann ich mir nicht vorstellen, daß ich einen grell-weißen Laptop benutze. Das Grafit-schwarze iBook kann ich mir vorstellen, aber die große weiße Fläche, von der ich instinktiv fürchte, daß sie bei heller Beleuchtung Glanzeffekte setzen wird, hält mich von der Entscheidung ab.

Jedenfalls ziehe ich vor, meine Entscheidung nach Technik und Brauchbarkeit zu fällen. Die Spezialausgabe des iBook mit DVD-ROM bringt dies in die Kategorie ""möglich"" und iBook wie Powerbook bieten die Funknetzfunktionen mit Airport. Da diese Anforderungen abgedeckt sind, mußte ich andere Entscheidungskriterien aussuchen.

Das Fehlen einer Videoausgabe hat sich für einige Leute beim iBook als problematisch herausgestellt. Viele hängen gerne einen Monitor an den Laptop, um ihn auf dem Schreibtisch einzusetzen, speziell im akademischen Bereich und bei gewerblichen Anwendungen, um gelegentliche Präsentationen vorzubereiten. Auch hier enden die neuen iBooks mit ihrer neuen AV-Ausgabe im ""möglich"" Bereich. Die Videoausgabe (für Fernsehmonitore, Videorekorder oder -Projektoren) bietet möglicherweise keine ausreichende Auflösung für gute Präsentationen oder längerer Nutzung am Schreibtisch, aber für gelegentlich auftretende Präsentationen sollte es reichen.

Mittlerweile bietet das iBook einen eingebauten Monolautsprecher, aber keine integrierte Toneingabe (etwa per Mikrofon). Man kann aber Mikrofone per USB sowie Stereo Lautsprecher und Kopfhörer via AV-Anschluß nutzen.

Dagegen bietet das Powerbook Videoausgabe in VGA-Qualität, um einen externen Monitor oder hochauflösenden Videoprojektor anzuschließen, sowie einen S-Videoanschluß, der die Ausgabe eines hochauflösenden Signals für DVD-Filme ermöglicht. Es hat ein Mikrofon und Stereo-Lautsprecher eingebaut, auch Anschlüsse zur Stereoausgabe für externe Kopfhörer und Lautsprecher sind vorhanden.

Eine andere naheliegende Art, iBook und Powerbook zu betrachten, geht von den eingebauten LCD-Bildschirmen aus. Beide haben Aktivmatrix TFT-Schirme, wobei der 12,1 Zoll große Schirm des iBook (mit bis zu 800*600 Bildpunkten) etwa dem meines alten Powerbook 1400 entspricht, Gegenüber den 14,1 Zoll des Powerbook (mit 1024*768 Bildpunkten) sehen beide zwergenhaft aus. Das Mehr an Bildschirmplatz ist für viele das kaufentscheidende Argument, aber mir reicht eine Auflösung von 800*600. Nach meiner Meinung fällt wegen der Bildschirmgröße das Powerbook zu groß aus. Mir würde ein G3 Powerbook reichen, daß in beiden Dimensionen kleiner ausfällt ensprechend den 12,1 Zoll anstelle von 14,1 Zoll. So eines würde ich nehmen.

Andererseits habe ich mich an den 17 Zoll Bildschirm an meinem Arbeitsplatz gewöhnt und manchmal ist mir die Auflösung meines Powerbook mit 800*600 zu wenig, insbesondere wenn ich zwischen Windows und Mac OS unter Virtual PC hin- und herwechsele. Für mich sind die 14,1 Zoll des Powerbook Schirms kein überzeugendes Argument, stellen aber einen positiven Vorteil dar.

Das iBook bietet jetzt eine Firewire-Buchse neben einer USB-Schnittstelle. Durch den Firewireanschluß läßt sich das iBook direkt mit einer digitalern Videokamera einsetzen und eröffnet die ganze neue (sich rasant entwickelnde) Welt von Peripheriegeräten. Ich weiß nicht genau, wie gut sich verkettete Firewiregeräte vertragen, aber bei USB funktionieren einige Geräte problemloser, wenn sie direkt mit dem Computer verbunden sind anstatt hinter einer Tastatur oder einem anderen externen Gerät am Bus zu hängen. Die zwei USB-Anschlüsse am Powerbook stellen sich in solchen Situationen als vorteilhaft heraus, auch wenn man durch Tastatur oder Maus einen USB-Anschluß nicht blockieren muß.
 

**Entscheide Dich, Dannie** -- Da beide Rechner bis hierher meine Anforderungen erfüllen, wird es Zeit, die wesentlichen Unterschiede der beiden herauszuarbeiten.

Beim iBook ist der Preis ein wesentliches Kaufargument. Apple hat gut getan, ein bezahlbares Verbrauchergerät auf den Markt zu bringen. Das Einstiegsmodell zu 1500 $ und das Spezialgerät mit 1800 $ bieten alles, was ich brauche. Das Powerbook kostet erkleklich mehr, die beiden Modelle kosten 2500 bzw. 3500 $. Obwohl es mir widerstrebt die günstigen Preise zu ignorieren, kaufe ich gern soviel Computer wie ich bezahlen kann, weil ich weiß, daß ich längere Zeit daran nichts ändern werde.

Auf der Habenseite der Powerbooks erscheinen die etwas schnelleren CPUs mit G3 PowerPCs bei 400 resp. 500 MHz gegenüber den 366 resp. 466 MHz Wahlmöglichkeiten beim iBook. Praktisch gewinnen die Powerbooks in zwei Faktoren erheblich mehr gegenüber den iBooks, weil die Powerbooks 1 MB zweistufigen Cache-Speicher bieten, während das iBook nur 256K hat. Genauso wie durch Reservierung eines Bereichs schnellen Arbeitsspeichers für einen Plattencache die Festplatte erheblich beschleunigt werden kann, spart der zweistufige Cache-Speicher dem Prozessor viel Arbeit zum Aktualisieren und Wiederherstellen von Daten im (langsameren) Hauptspeicher. Ein Mehr am Cache-Speicher kann dramatische Unterschiede in der Leistungsfähigkeit eines Computers bewirken. Darüberhinaus ist der Bus des Powerbook mit 100 MHz getaktet, während das iBook im System- und Speicherbus mit 66 MHz arbeitet.

Der flexible Einsatz von Akkus ist eine Schlüsselfunktion des Powerbook, in dem gleichzeitig zwei Akkus eingesetzt werden können (Der zweite wird in der Erweiterungsbox untergebracht, die auch das im Betrieb wechselbare DVD-ROM und andere Geräte von Dritten wie Zip-Laufwerke oder Floppylaufwerke aufnimmt), wodurch das Gerät bis zu zehn Stunden ununterbrochen in Betrieb bleiben kann (mit zwei Akkus). Im Vergleich dazu hält der Akku des iBook bis zu sechs Stunden durch und das Gerät unterstützt nur einen Akku.. Beim iBook kann natürlich auch ein zweiter vollgeladener Akku eingesetzt werden, aber dazu muß das Gerät abgeschaltet und erneut gebootet werden, während bei allen Powerbooks schon seit Jahren der Akku im Schlafmodus einfach und problemlos ersetzt werden kann.

Ich bin mir nicht sicher, wozu ich es anwenden soll, aber mir gefällt die (PCMCIA) PC-Kartenerweiterung des Powerbook. Dem iBook fehlt so etwas. Bisher habe ich beim 1400 den PC-Kartenanschluß immer für Ethernet oder Modemkarten benutzt, die aufgrund eingebauter Geräte bei iBook und neuen Powerbooks nicht mehr benötigt werden. Ein anderer Einsatz des PC-Kartenanschluß galt der drahtlosen Übertragung mittels Lucent-Adapter, aber Airportnetze bei iBook und Powerbook machen auch diese Adapter überflüssig.
 
 

**Schließen wir die Bücher** -- Für das Powerbook haben das Mehr an Batteriekapazität, die höhere Leistung und bessere Erweiterungsmöglichkeiten den Ausschlag gegeben, diesen Weg zu nehmen. Da die Entscheidung einmal gefallen war, gab es noch die Wahl zwischen 400 und 500 MHz-Versionen - Die Differenz von 1000$ ist ein schweres Argument (besonders wenn man bedenkt, daß dies noch einmal die Hälfte des Preises eines Einstiegsmodells ausmacht) bei einer Geschwindigkeitssteigerung um 25%. Mit dem gleichen Geld erhält man aber statt 64 MB 128 MB RAM und anstelle von 10 GB Festplatte werden 20 GB geliefert (Das Powerbook kann man bis 512 MB RAM aufrüsten, während das iBook bei 320 MB an seine Grenzen stößt, und Apples Fertigrechnerlieferung bietet bis zu 30 GB). Heutzutage sind 64 MB sicherllich recht wenig, ich müßte also mehr Geld ausgeben, um mehr RAM einzusetzen. Während 10 GB wahrscheinlich ausreichend Speicher wäre, habe ich doch schon die gleiche Kapazität im 1400 und wie groß auch immer 30 GB 1988 gewirkt hätten, argumentiere ich heute, daß der Festplattenspeicher nie groß genug sein kann.

Am Ende entschied ich mich für ein Powerbook mit 500 MHz, komplett mit optionalem Airport-Netzanschluß, auch der erstaunliche Schulrabatt von Apple hat mich gereizt, den ich in Anspruch nehmen kann, weil ich im Frühjahr einen Lehrauftrag übernehme. Das iBook paßt besser für die Anwendung als gelegentlich benutzter oder zweiter Rechner, der mehr auf Reisen eingesetzt wird als zu Präsentationen. Da ich meinen Laptop jeden Tag und sehr intensiv nutze, erscheint mir das Powerbook für meinen Bedarf das bessere Angebot zu sein.
 
 

Der Turm zu Babel: Online-Übersetzung für die Massen
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von Kirk McElhearn

[Übersetzer Heinz Gnehm [HG]]

Obwohl das Internet sich auf der ganzen Welt verbreiten konnte, sind die meisten Webseiten weiterhin in Englisch geschrieben. Mit der zunehmenden Verbreitung des Internets in nicht-englischen Ländern wird sich dieser Zustand zwar ändern, es braucht aber doch seine Zeit. Die Beherrschung der englischen Sprache ist deshalb eine wichtige Voraussetzung, um das Internet effektiv nützen zu können. Oder etwa nicht?

Seitdem Firmen hauptsächlich aus den USA auf globaler Basis zu arbeiten beginnen, sind sie mit der riesigen Aufgabe konfrontiert, Produkte und Dokumentationen zu übersetzen und an die lokalen Märkte anzupassen. Eines der grössten Handicaps für Amerikaner ist dabei ihr Mangel an Sprachkenntnissen. Die meisten von ihnen lernen nur zwei oder drei Jahre lang eine Fremdsprache, die sie dann innerhalb ihrer Landesgrenzen sowieso nicht anwenden können.

Viel zu wenige Unternehmen betreiben den nötigen Aufwand, um weltweit korrekt auftreten zu können. Es ist für englischsprachige Firmen sicher viel einfacher, Geschäfte in der englischen Sprache abzuwickeln als Texte in die jeweilige Sprache ihrer Kunden zu übersetzen. Ein wichtiger Geschäftsleitsatz lautet aber, dass ich zwar in meiner Sprache einkaufe, aber in der Sprache meiner Kunden verkaufen muss.

(Ich sollte dazu festhalten, dass TidBITS hier eine angenehme Ausnahme bildet, da Teams von entschlossenen Freiwilligen seit langem schon TidBITS in eine Vielzahl von Sprachen übersetzen. Zurzeit handelt es sich dabei um Holländisch, Französisch, Deutsch, Japanisch, Russisch und Spanisch. Weitere Freiwillige und Sprachen sind jederzeit gerne willkommen.)

< http://www.tidbits.com/about/translations.html>

**Parles-vous English?** -- Viele Programme und Internetdienste bieten heute eine automatische Übersetzung von Dokumenten und Webseiten an, entweder von oder nach Englisch oder zwischen zwei beliebigen anderen Sprachen. Ein bekannter Vertreter dieser Gattung ist der Babelfisch von AltaVista, der immerhin 12 Sprachenpaare anbietet, andere bieten noch mehr.

< http://babelfish.altavista.com/>

Aber was sind diese Übersetzungen eigentlich wert? Können sie menschliche Übersetzer ersetzen? Können sie professionellen Ansprüchen genügen? Sie behaupten zwar, alles übersetzen zu können, das Problem liegt hier aber eindeutig in der Definition des Wortes "übersetzen".

Ich arbeite selbst als freischaffender Übersetzer und Sie denken jetzt sicher, mein Ziel sei einzig die Herabminderung der maschinellen Übersetzung, um damit die menschliche Übersetzung attraktiver zu machen. So einfach ist es aber nicht und ich will versuchen, so ausgeglichen und realistisch wie möglich zu sein. Nur so werden Sie den Prozess des Übersetzens verstehen und den Wert der maschinellen Übersetzung einschätzen können.

Die maschinelle Übersetzung war schon immer eine Paradedisziplin in der Informatik und hat bereits in den Frühzeiten der Computer um 1950 herum angefangen. Voraussagen über noch effizientere und zuverlässigere Übersetzungsprogramme gehören seither zum ständigen Repertoire. Doch trotz ständig steigender Computerleistung, neuen Algorithmen zum Verstehen von natürlicher Sprache und Jahrzehnten von Erfahrung liegt die Erfüllung dieses Ziels immer noch in weiter Ferne. (Ein kürzlicher Artikel in "Wired" hat diese Frage eingehend untersucht.)

< http://www.wired.com/wired/archive/8.05/translation.html>

Warum ist das so? Übersetzen ist ein komplexer Prozess, der über das reine Ersetzen von Wörtern hinausgeht. Einfach gesagt handelt es sich beim Übersetzen um das Übertragen eines Texts von einem Weltbild in ein anderes. Die besten Übersetzungsprogramme (nicht diejenigen im Computerladen, sondern solche, die von internationalen Organisation wie der Europäischen Union eingesetzt werden) besitzen umfangreiche Datenbanken und komplexe Algorithmen untersuchen vor den einzelnen Wörtern zuerst ganze Sätze, um Kollokationen richtig erfassen zu können (Kollokationen sind Wörter, die häufig zusammen verwendet werden und dabei einen neuen Sinn ergeben. In den beiden Sätzen ´Ich halte eine Redeª und ´Ich halte eine Buch in der Handª ist die Bedeutung von ´haltenª eine völlig andere.). Diese Programme arbeiten am besten, wenn der Wortschatz eingeschränkt ist und können in einigen Fällen sogar nutzbringend eingesetzt werden. Ich habe die Ausgabe eines Programms der Europäischen Union gesehen und obwohl der Text recht gut aussah, entstehen solche Ergebnisse nur mit einem beschränkten Wortschatz und benötigen weiterhin einen menschlichen Übersetzer zum Bereinigen des Ergebnisses.

Es ist relativ einfach, einen Satz zu untersuchen und seine Struktur zu erkennen. Womit Computerprogrammierer aber zu kämpfen haben, sind die vielen Ausnahmen und Mehrdeutigkeiten einer Sprache, die ein mit dieser Sprache aufgewachsener Sprecher sofort erkennen kann. Leider kann keine Sprache einfach definiert werden (abgesehen vielleicht von Kunstsprachen wie Esperanto) und das Vokabular jeder Sprache ist voll von schwierigen Wörtern. Menschliche Sprachen kennen keine genau definierten Regeln wie Programmiersprachen und sind zudem während ihrer Entwicklung derart vielen Einflüssen ausgesetzt gewesen, dass die Komplexität ins Unermessliche angewachen ist.

Zusätzlich hängen die Resultate stark vom Text ab, den Sie übersetzen wollen. Nehmen Sie drei einfache Sätze als Beispiele:

1) Apple hat den neuen Power Mac G4 Minitower-Computer vorgestellt, komplett mit eingebautem Gigabit-Ethernet.

In diesem ersten Satz finden Sie einen eigenständigen Gedanken mit einer relativ einfachen Struktur:

[Subjekt/Substantiv] [Prädikat/Verb] [Objekt/Substantivsatz]

Während der Substantivsatz für einen Computer ein bisschen schwierig zu verstehen ist, ist es doch nicht unmöglich. Wichtig ist, dass die gesamte Information im Satz vorhanden ist.

2) Die Gruppe verteilte gratis Wasserbehälter und konnte nur deshalb am Leben bleiben, weil sie sich aus Freiwilligen zusammensetzte, die am Strassenrand standen und mit Hörnern die Aufmerksamkeit der Kunden auf die unglaubliche Situation lenkten. (Neal Stephenson, "In the Beginning was the Command Line")

[Übersetzt von Gernot Hecht [GH]]

Satz 2 ist allerdings erheblich komplexer (ich werde nicht versuchen, seine Struktur darzulegen). Er ist länger, enthält mehrere Sätze und - was es besonders schwer macht, ihn zu übersetzen - er enthält intertextuelle Elemente die auf frühere Sätze verweisen. Was sind die Behälter? Wer sind die Freiwilligen? Warum haben sie Kuhhörner?

Übersetzungssoftware kann nur Wörter, die sie kennt, in vollständigen Sätzen übersetzen und kann nicht in den vollen Kontext der Sprache sehen. Nun nehmen Sie ein noch komplexeres Beispiel.

3) Der Delivator gehört zu einem Elitekommando, einer geheiligten Kategorie. Er hat Esprit bis in die Spitzen (Neal Stephenson, Snow Crash).

Dieser dritte Satz legt die Latte noch höher. Hier ist ein erfundenes Wort "Devilerator" und was ist eine "geheiligte Kategorie"? Außerdem was kann der Ausdruck "Esprit bis in die Spitzen" meinen? Übersetzungssoftware pfuscht üblicherweise nur Mundart. Slang und kreative Sprache gehen über die Ziele solch eines Programmes hinaus und sie spucken einen Haufen unzusammenhängender Worte aus, wenn Sie diese Art von Satz übersetzen sollen.

Das Ergebnis ist, dass Übersetzungssoftware gut mit einfachen, technischen Texten arbeiten kann. Selbst AltaVistas Babel Fish hebt in seiner FAQ hervor, dass "maschinelle Übersetzungen in vielen Fällen brauchbare Ergebnisse produzieren. Aber Sie sollten sich nicht darauf verlassen.". Sie hebt auch hervor, dass er Ihnen erlaubt den generellen Inhalt des Textes zu verstehen, aber nicht eine ausformulierte Übersetzung liefert.

< http://tools.altavista.com/s?spage=help/babel_faq.htm>

**Vor und Zurück** -- Viele Menschen haben über Übersetzungswebseiten geschrieben und viele haben dazu einen Text übersetzen und zurückübersetzen lassen und ihn mit dem Original verglichen. Diese Methode erzeugt sehr lustige Ergebnisse, ist aber nicht wirklich sinnvoll.

< http://www.oreilly.com/news/babel_0300.html>
< http://www.tidbits.com/resources/538/translations.html>

Lassen Sie mich Ihnen ein Beispiel geben, warum dies so ist: wenn Sie von einer Sprache in eine andere Übersetzen, starten Sie mit dem Übersetzen der Wörter, aber wenn das kulturelle Konzept wichtiger als die es ausdrückenden Worte sind, müssen Sie die Worte austauschen. Sehen Sie beispielsweise auf Sprichworte, da sie Kulturell stärker belastet sind als alle anderen Textteile. Während ich in Englisch es verhindern sollte, meine Hühner zu zählen bevor ich sie gefangen habe (avoid counting my chicken bevore they hatch), sollte ich in Französisch die Haut eines Bären nicht verkaufen, bevor ich den Bär erlegt habe (vendre la peau de l'ours avant de l'avoir tue). Dies ist ein extremes Beispiel, aber Sie können den Effekt vom kulturellen Gepäck einer Übersetzung sehen. Daher bringt das Rückübersetzen möglicherweise einen guten Lacher, aber keine Aussage über den Wert der ersten Programmübersetzung.

**Die gute Seite** -- Dies soll nicht ausdrücken, dass maschinelle Übersetzungen wertlos sind - nichts könnte weiter von der Wahrheit weg liegen. Sie ist perfekt, wenn Sie eine möglicherweise nützliche Webseite ein einer Sprache finden, die Sie nicht verstehen. Oder was ist, wenn Sie eine Nachricht in einer anderen Sprache erhalten und herausfinden wollen, was sie wirklich bedeutet oder ob es nur fremdländische Werbemüll enthält? Niemand würde für solche Anwendungen einen professionellen Übersetzer anheuern und dies sind optiomale Anwendungen für Web-basierte Übersetzungsdienste.

Aber viele Firmen und öffentliche Institutionen gehen weit über diese minimalen Anforderungen hinaus. Eine erste Maschinenübersetzung kann viel Zeit sparen, wenn die Datenbank der Fachausdrücke speziell genug für die Anwendung und wenn der Ausgangstext gut geschrieben ist. Aber am wichtigsten ist, dass diesen Organisationen bewusst ist, dass zur möglichst vollständigen Übersetzung der ursprünglichen Information, der Text durch einen menschlichen Übersetzer nachbearbeitet werden muss.

Als ein Ergebnis boomt die Branche für maschinelle Übersetzungen, da große Firmen in umfangreiche maschinelle Übersetzungen investieren. F & E Ausgaben nehmen schnell zu und die Anzahl der Firmen und Forschungszentren, die an dem Thema arbeiten, ist eindrucksvoll. Linguisten, lange Zeit am Arbeitsmarkt kaum besser vermittelbar als Poeten, können inzwischen interessante Karrieren erfahren.

< http://www.wired.com/wired/archive/8.05/tpmap.html>

**Die andere Seite** -- Während qualitativ hochwertige maschinelle Übersetzungen gut in informellen Situationen und sehr speziellen Anwendungen arbeiten können, führt die Werbung für maschinelle Übersetzungen die Leute leider in die Irre zu denken, maschinelle Übersetzungen könnten einen menschlichen Übersetzer ersetzen. Diese Anwenderorientierten Programme können ein einfaches Suchen und Ersetzen für bestimmte Wörter und Sätze durchführen, und sie können einen Text mit etwas Ähnlichkeit zum Original ausspucken. Aber das ist keine echte Übersetzung, es ist eine glorifizierte suchen/ersetzen Funktion und diese Anwenderorientierten Programme verdecken das Problem, dass gute Übersetzung eine sehr komplexe Angelegenheit ist.

Maschinelle Übersetzungen können weder einen gut geschriebenen Text erbringen, noch können sie eine echte Übersetzung bieten, die die kulturellen Aspekte des Textes berücksichtigt. Maschinelle Übersetzungen können überhaupt nichts wertvolles mit literarischen Texten anfangen, bei denen Metaphern und Stile essentiell sind. Nur menschliche Übersetzer können diese Dinge tun, unabhängig von vielen Gedanken, zu denen viele Menschen verleitet werden.

Während der Beruf des Übersetzers in der expandierenden globalen Wirtschaft immer wichtiger wird, wird sein persönlicher Wert immer mehr in Frage gestellt. Ich persönlich habe keine Angst, meine Arbeit zu verlieren, da immer mehr Kunden sich bewusst werden, dass sie nicht nur eine Übersetzung, sondern eine qualitativ hochwertige Übersetzung von einem aufmerksamen und erfahrenen Übersetzer benötigen. Aber für viele Übersetzer, vor allem in einigen Sprachen und Spezialgebieten, haben diese Programme einen negativen Effekt, zumindest nach meiner Meinung; bezüglich eines anderen Standpunktes lesen Sie folgenden Artikel im Translation Journal.

< http://www.accurapid.com/journal/13mt.htm>

Dieser Trend ist nicht auf Übersetzer beschränkt. Viele Berufe, die in erster Linie mit Wörtern arbeiten, wie Autoren technischer Artikel, Editoren und Büchereiangestellte kämpfen dagegen, dass ihre Berufe durch die periodischen Versprechen an Wert verlieren, wachsende CPU-Leistung werde einen Computer in die Lage versetzen, mit Wörtern so flexibel und flüssig zu arbeiten, wie eine erfahrende und gut ausgebildete Person. Diese Aussage ist nicht wahr. Und sie zu glauben verarmt uns durch die Unterschätzung der Sprache, möglicherweise die höchste Errungenschaft unserer Spezies.

[Kirk McElhear ist ein freier Übersetzer und technischer Autor, der in einem Dorf in den französischen Alpen lebt.]
 

$$ Übertragung dieser Ausgabe:

Heinz Gnehm [HG], Gernot Hecht [GH] und Walter Sonnenberg [WS]
Redaktion: Walter Sonnenberg

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